Wann wird es keine Spiegel mehr geben? Arie
Szenisches Konzept
Neun Darsteller/innen treten nacheinander einzeln auf. Sie stellen ihre Fragen an einen Spiegel, die sie mit sich führen. Nach der "fragenden Reflexion" lassen sie die Spiegel fallen, entledigen sich ihrer, werfen sie weg usw. Die Spiegel zerbrechen nicht, sondern bleiben im Boden stecken und schwingen lange nach.
Eine verhüllte Sängerin tritt zögernd, wie im Trance auf. Sie lässt den Schleier fallen, entdeckt die Spiegel und ihr Spiegelbild. Sie wird sich ihrer Schönheit bewusst. In Selbstverzückung sammelt sie alle Spiegel ein.
Mitwirkende: 9 weibliche und männliche Darsteller/innen,1 Sopran
Spieldauer: ca. 7:00 (Spiegelfragen: 1:00 / Arie: 6:00)
1. Perfekt werden kann man nur nach einem bestimmten Vorbild. Wer oder was ist unser Vorbild?
2. Wie lange wird mein Spiegel der Einzige mit meinem Lachen sein?
3. Möchtest du dir irgendwann selber gegenüber stehen?
4. Wer wird wohl an den vorgeburtlichen Schönheitsoperationen von morgen verdienen?
5. Wer bleibt übrig, wenn sich die Erlesenen erlesen – wie sieht die letzte Schöpfung aus?
6. Wird Hässlichkeit abgeschafft?
7. Wann wird es keine Spiegel mehr geben?
Arie der Semele
Aus dem gleichnamigen Oratorium von Georg Friedrich Händel
Aus dem gleichnamigen Oratorium von Georg Friedrich Händel
Arie
Myself I shall adore
If I persist in gazing;
No object sure before
Was ever half so pleasing.
Myself I shall adore: da capo
If I persist in gazing;
No object sure before
Was ever half so pleasing.
Myself I shall adore: da capo




