14.05.09: Forscher wollen Stammzellen aus Nabelschnurblut vermehren
Würzburg (KNA) Der Würzburger Stammzellforscher Albrecht Müller hat einen neuen Forschungsverbund initiiert. Die beteiligten Wissenschaftler aus Würzburg, Aachen und Hannover wollen untersuchen, mit welchem Verfahren ethisch unbedenkliche Stammzellen aus Nabelschnurblut möglichst gut vermehrt werden können. Der Bund fördert das Projekt nach Angaben der Universität Würzburg vom Mittwoch in den nächsten drei Jahren mit 1,2 Millionen Euro.
Ein solches Verfahren sei dringend erforderlich, um die Zellen in großem Stil für Therapien einzusetzen, heißt es weiter. Pro Geburt fielen nur etwa 50 Milliliter Nabelschnurblut an. Diese Menge reiche in der Regel nicht aus, um einen Erwachsenen zu behandeln. Mediziner sehen in Nabelschnurblut ein großes Potenzial für die Heilung vieler Krankheiten.
Das Forschungsprojekt will aber auch Sicherheitsfragen klären. Dazu zählt laut Mitteilung das Problem einer ungehinderten Vermehrung der Zellen nach einer Injektion. Dies könnte die gewünschte Wirkung ins Gegenteil verkehren und Krankheiten wie Krebs verursachen. An dem Verbund sind Zellbiologen, Genetiker, Blutkrebs-Spezialisten und Transplantationsmediziner beteiligt.
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