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Therapeutisches Klonen

Durch therapeutisches Klonen sollen chronische Krankheiten besiegt und sogar Behinderungen rückgängig gemacht werden.
Doch wer die dafür notwendigen embryonalen Stammzellen herstellen will, muss Embryonen töten. Gegner befürchten, dass sich unser Menschenbild schleichend verändert. Andere glauben, dass die ehrgeizigen Ziele nie erreicht werden können. Viele Wissenschaftler fordern daher, mehr Geld und Arbeit in alternative Forschung zu stecken.

 



Stammzellen als Alleskönner


Therapeutisches Klonen: Stehe auf und wandle?

Alzheimer-Kranke, die wieder Kopfrechnen können, Parkinson-Patienten, die mit ruhiger Hand Urlaubsvideos drehen, Menschen, die nach einem schweren Schlaganfall wieder Treppen steigen - das therapeutische Klonen soll Krankheiten heilen, die heute noch kaum kuriert werden können. Auch menschliches Gewebe oder gar neue Organe sollen aufgrund der neuen Medizintechnik entstehen. Durch Verbrennungen zerstörte Haut soll wieder nachwachsen; selbst eine schwer geschädigte Leber soll sich wieder regenerieren.

Zellen

Das Ziel: Ewige Jugend durch geklonte Zellen

Die Pharmaindustrie will mit den geklonten Zellen aus Embryonen Forschung betreiben und Medikamente testen. Sogar als immerwährenden Jungbrunnen verstehen manche Wissenschaftler die Methode des therapeutischen Klonens. Manche wähnen sich gar auf dem Weg zur Unsterblichkeit, wenn altes, krankes und verbrauchtes Gewebe immer wieder durch neu gezüchtetes ersetzt werden können.

Den Patienten werden, so die Idee, gesunde Zellen übertragen, die die Funktionen der kranken oder geschädigten Zellen übernehmen. Doch dazu brauchen die Forscher extrem vielseitige Zellen: Stammzellen die Alleskönner unter den Zellen. Das bedeutet, dass sie sich – je jünger desto besser – noch zu fast jedem Gewebe entwickeln können.

Embryonale Stammzellen als wertvoller Rohstoff

Früher waren die Wissenschaftler davon überzeugt, dass nur die frühen Stammzellen sämtliche Gewebe und einen ganzen Organismus bilden können, also "totipotent" sind. Doch heute weiß man, dass es auch bei Erwachsenen noch Stammzellen im Gehirn und im Knochenmark gibt, die erstaunlich wandlungsfähig sind und zumindest als "pluripotent" gelten.

Allerdings sind die meisten Forscher überzeugt, dass die embryonalen Stammzellen flexibler und lernfähiger sind als ihre erwachsenen Artgenossen. Deshalb setzen sie lieber auf die embryonalen Tausendsassa-Zellen. Doch dieser Rohstoff ist rar und nur durch ein kompliziertes Verfahren zu gewinnen.


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